Klimaanpassung · Hochwasserschutz · Zukunft sichern
Wir haben es in den letzten Jahren schon einige Male erlebt: Nach wochenlanger Dürre fällt innerhalb von Stunden der ganze ausgebliebene Regen auf einmal. Das wird in den kommenden Jahrzehnten häufiger passieren.
Dürreperioden verwandeln Mutterboden zu Staub, der vom Wind abgetragen wird. Der ausgetrocknete Boden kann große Wassermengen zunächst gar nicht aufnehmen, sondern wird weggespült. Der Verlust an
Viele Hagerinnen und Hager kennen solche Stellen schon. Mit der Starkregengefahrenkarte für Niedersachsen Starkregengefahrenkarte für Niedersachsen vom Geoportal des Bundes lassen sich Gebiete finden, die von Überflutung bedroht sind.
Der größte Teil des Samtgemeindegebiets nördlich der Hauptstraße wird über den Roten Siel und das Schlagbaumtief ins Hager Tief entwässert, das im Westen zum Norder Tief wird und schließlich in Leybuchtsiel mündet.
Die Wohngebiete südlich der Hauptstraße werden über den Roten Siel und das Schlagbaumtief entwässert, die weiter südlich in den Berumerfehnkanal münden. Dieser fließt über das Addingaster Tief ebenfalls ins Norder Tief (südlich des Norder Stadtgebiets) und weiter nach Leybuchtsiel.
Roter Siel und Schlagbaumtief sind von entscheidender Bedeutung beim Wassermanagement Hages. Bei Starkregen müssen große Wassermengen in kürzester Zeit diese beiden Gewässer erreichen können, um Flutschäden zu vermeiden.
In Ostfriesland hat man jahrhundertelange Erfahrung im Umgang mit zu viel Wasser. Viele der „Schlote“ wurden in den vergangenen Jahrzehnten jedoch zugeschüttet. Eine kurzfristige Maßnahme zur Starkregenversorge ist das Wiederöffnen der Schlote.
In besonders von Starkregen bedrohten Gebieten benötigen die Anwohnerinnen und Anwohner Beratung durch Fachleute und Unterstützung durch die Gemeinde, um durch eine verbesserte Entwässerung Haus und Grund vor Flutschäden zu schützen.
Tiefergelegene Gebiete werden bei Starkregen ohnehin überflutet. Sie sollten renaturiert werden und dauerhaft als Überschwemmungsflächen dienen, die zudem CO2 speichern und die Artenvielfalt bereichern. Auch die Wiedervernässung von Mooren ist notwendig, um Hage an die Folgen der Erderwärmung anzupassen.
„Starkregen lässt sich nicht verhindern – seine Folgen aber können wir begrenzen, wenn wir unsere Landschaft und unsere Gewässer rechtzeitig darauf vorbereiten.“